Baunscheidt-Methode

Baunscheidtieren

Das Baunscheidtverfahren ist ein Verfahren, dass von Naturheilkundlern und naturheilkkundlichen Ärzten bei Gelenk- und Muskelbeschwerden eingesetzt wird. Wie beim Schröpfen wird auch das Baunscheidtverfahren als eine Ausleitung schädlicher oder belastender Stoffe aus dem Gewebe auf die Haut angesehen. Dies geschieht jedoch nicht durch einen Saugvorgang, sondern über kleine Bläschen, die auf der Haut erzeugt werden. Die kleinen Bläschen ähneln denen, die sich bei Kontakt mit Brennesseln auf der Haut bilden. Allerdings - im Gegensatz zu den Brennesselbläschen - jucken die Baunscheidt-Bläschen nur kurz und bilden sich rasch wieder zurück.

Im allgemeinen wird das Baunscheidtverfahren unmittelbar am Ort des Schmerzes eingesetzt, also über dem Gelenk oder über dem betroffenen Muskel. Doch ist die Anwendbarkeit sehr vielseitig, wenn man die Reflexzonen in die Behandlung mit einbezieht. Die Wirkung des Baunscheidverfahrens zielt bei Muskeln und Gelenken auf einen Schmerz- und Entzündungsabbau. Der Vorteil des Baunscheidtverfahrens ist die absolut einfache Handhabung und vielfältige, unkomplizierte Anwendbarkeit auch in Laienhand. Dies sorgte in früheren Zeiten für eine enorme Verbreitung. Besonders in der Seefahrt zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, wo Gelenk und Muskelverletzungen an der Tagesordnung waren, gehörte das Baunscheidtzubehör zum festen Bestandteil der Schiffsausrüstung.

Wie bei den anderen ausleitenden Naturheilverfahren, ist auch beim Baunscheidtverfahren die Wirkungsweise nicht geklärt und wird wissenschaftlich bestritten. Ich habe in mener Praxis sehr gute Erfahrungen in der Anwendung des Baunscheidtverfahrens gemacht und wende es darum regelmäßig an.

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